Pariser Arrondissements
Paris – Die Stadt der Arrondissements
01.Arr. Louvre, Place Vendome,(Hotel Ritz)
02.Arr. Pariser Börse (Wirtschaftsviertel)
03.Arr. Centre Pompidou
04.Arr. Rathaus, Marais-Viertel
05.Arr. Quartier Latin
06.Arr. Sorbonne, Jardin du Luxembourg
07.Arr. Eiffelturm, Invalidendom
08.Arr. Triumphbogen, Champs-Elysees
09.Arr. Oper Garnier und Kaufhäuser
10.Arr. Nord- und Ostbahnhof
11.Arr. Neue Pariser Oper
12.Arr. Lyon-Bahnhof, Park von Vincennes
13.Arr. Place de l’Italie
14.Arr. Montpartnasse
15.Arr. Messe Porte de Versailles (PDV)
16.Arr. Trocadero, Bois de Boulogne
17.Arr. Palais des Congres
18.Arr. Montmartre, Sacre Coeur
19.Arr. Parc de la Villette
20.Arr. Friedhof Pere Lachaise
Eine kleine Orientierungshilfe über die 20 Stadtteile umfassende “Stadtviertel-Schnecke”,
die im Herzen, der Insel “Ile de la Cite” startet.
Die Arrondissements werden, oft in römischen Ziffern, von 1 bis 20 durchnummeriert und durchziehen Paris spiralförmig von innen nach außen. Die Spirale beginnt im historischen Stadtkern, der Gegend vom Louvre, Palais-Royal und Forum des Halles, und endet nach zweieinhalb im Uhrzeigersinn verlaufenden Umdrehungen im Osten der Stadt. Die spiralförmige Anordnung der Arrondissement wird im Volksmund l’escargot de Paris (Pariser Schnecke) genannt.
Jedem Arrondissement steht ein Bürgermeister (Maire d’Arrondissement) vor, der im Bürgermeisteramt seines Bezirkes residiert.
- Rive Droite –
1. Arrondissement
- Louvre mit den Tuilerien, Palais Royal, Place Vendome (Hôtel Ritz) -
Das historische Herz der Stadt ist die “Ile de la Cite”. Auf dieser Insel in der Mitte der Seine siedelten im dritten Jh. vor Chr. Keltische Fischer mit dem Namen “Parisii” und hier errichteten die Gallier und im ersten Jh. nach Chr. die Römer die Stadt Namens Luetia.
Im 1. Arrondissement ‚startet’ die “Stadtviertel-Schnecke”. Es ist der historische Stadtkern von Paris, mit dem wohl bedeutendsten Museeum von Paris, dem Louvre und den Adelspalästen. Exklusive Hotels, Geschäfte und Edel-Boutiken z.B. in der Rue St-Honore prägen das Bild dieses Stadtviertels. Am Place Vendome sind Banken und teure Geschäfte und das Ritz-Hotel. Die Parkanlage Jardin des Tuileries zieht sich von dem (ehemalige Königssitz) LOUVRE mit der markanten Glaspyramide bis zum Place de la Concorde, auf dem während der französichen Revolution die Guillotine stand.
Nördlich des Louvre, am Boulevard St. Honore, liegt der Palais-Royal, der vor dem Umzug der Könige in den Louvre Königspalast war. Eine weitere Attraktion im 1. Arrondissement sind LES HALLES, ein großer Komplex mit über 200 Geschäften im ehemaligen (Markt-) Hallenviertel. Für Jahre waren Les Halles das Herz von Paris, der lebendige zentrale Großmarkt der Stadt, mit Fleisch-, Fisch-, Obst- und Gemüsemarkt. 1969 wurde er nach Rungis, einen Außenbezirk von Paris, verlegt. An seine Stelle wurde der Geschäftskomplex Les Halles errichtet, in dem sich auch die größte Metrostation befindet. Die Gegend um Les Halles ist Tag und Nacht sehr lebhaft und bunt; insbesondere auf dem Place des Innocents, in der Rue Pierre-Lescot, den kleinen Querstraßen Rue de Precheurs und Rue de la Grande-Truanerie trifft man u.a. viele Musiker, Straßenkünstler, Artisten und Feuerspucker.
Sehenswürdigkeiten des 1. Arrondissements
Ile de la Cite, Conciergerie (hier wurde Marie Antoinette enthauptet), Palais de Justice, Louvre, Jardin des Tuleries,
Pont Neuf (die älteste Bücke von Paris), Place Vendome (Hotel Riz), Place de la Concorde, Sainte-Chapelle (1248),
Les Halles, Palais-Royal, Comedie Francaise, Quai de la Megisserie (Vogel, Blumen u. Tiermarkt)
2. Arrondissement
- Pariser Börse (Wirtschaftsviertel) -
Das geschäftige Börsenviertel mit eleganten Passagen, wie der Grand Cerf, Passages des Panoramas, Passages Jouffry, Verdeau und der Galerie Vivienne. Das 2. Arrondissement liegt nördlich vom 1. und ist mit einer Fläche von ca. 100 ha das kleinste Arrondissement in Paris. Das 2. liegt zwischen den Grands Boulevards (im Norden) und im Süden der Rue des Petits Champs. Im Osten befindet sich die Rue St-Denis über die früher die Könige mit Ihren Triumphzügen einzogen. Dieses Viertel war bis zum 17 Jh. das Zentrum der Pariser “Unterwelt”. Mit der Umgestaltung von Paris durch Ludwig XIV. und später durch Baron Haussmann verdrängten die hier angesiedelten Institutionen die Bettler und Prostituierten, die der Schriftsteller Victor Hugo in seinem Roman “Notre Dame de Paris” beschrieben hatte. Die Straßen Rue St-Denis und Rue Blondel sind immer noch Rotlichtviertel, in denen Prostituierte stehen. Im 2. Arrondissement befindet sich außer dem Finanzzentrum mit der Börse noch das Informationszentrum von Paris: die französische Nachrichten Agentur, Agentur France Press, AFP.
Sehenswürdigkeiten des 2. Arrondissements
Galerie Vivienne, Börse La Bourse, rue Montorgueil (Shopping)
3. Arrondissement
- Centre Pompidou -
Das MARAIS ist bei Paris-Besuchern ein sehr beliebtes Viertel und zieht sich vom 3. bis zum 4. Arrondissement.
Trendige Boutiquen, Cafes in engen Gassen mit mittelalterlichem Flair laden zum Shoppen, Bummeln und zu einem Apértif ein. Zahlreiche Häuser mit interessanter Architektur aus dem 17. und 18. Jh. animieren, das Viertel zu Fuß zu erkunden. Bis ins Mittelalter war das Marais ein Sumpfgebiet. Daher auch der Name! Erst mit dem durch König Heinrich IV angelegten Place de Vosges (siehe 4. Arrondissement) wurde diese Gegend aufgewertet. Viele Adlige bauten hier ihre Privatpaläste – die so genannten Hotels. Doch als das Viertel Faubourg St-Germain im 18. Jh. beliebt und “In” wurde, überließ man die “Hotels” im Marais den Handwerkern und Gewerbetreibenden. Im 20. Jh. restaurierte man dann die prachtvollen Gebäude, die heute eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Paris bilden. Das 3. umfasst ferner das Stadtviertel Le Temple, dessen Name auf das Hauptquartier der Tempelritter zurückgeht, dass unter Napoleon III. zerstört wurde.
Sehenswürdigkeiten des 3. Arrondissements
Picasso-Museum (Hôtel Salé); Musee Carnavalet (Pariser Stadtgeschichte); Musee des Artes et Metiers (St-Martin-les-Champs); Place de la République (mit Marianne-Statue)
4. Arrondissement
- Marais, Rathaus (Hôtel de Ville) -
Das 4.Arrondissement mit den beiden Seine-Inseln (Ile de la Cité/ Ile Saint Louis), Notre Dame (religiöses Zentrum von Paris), dem Hotel de Ville (Rathaus), dem Place des Vosges, dem Centre Pompidou (Ausstellungs- und Performance Gebäude) und dem Musée Nationale d’Art Moderne, wird als das schönste Viertel von Paris bezeichnet,
Auf der von Henri IV. im 17. Jh. bebauten ILE ST. LOUIS lebten u.a. Voltaire, Baudelaire, Colette und George Sand.
In den “hôtels particuliers” (Privathäuser), charakterisiert durch eine einheitliche Architektur, gelegen in den engen Straßen auf kleine Seine-Insel, wohnen heute u.a. Filmstars (Catherine Deneuve), Autoren, die Rothschilds und noch rund 6000 andere Leute. Die Häuser und Wohnungen ‚sur l’Ile Saint Louis’ gehören zu den begehrtesten in Paris und sind nur über Beziehungen zu bekommen.
Der Place des Vosges im MARAIS ist der älteste und angeblich auch schönste in Paris. Auch hier sind die Mieten astronomisch. Junge Modedesigner lassen sich hier nieder. Die berühmten Modehäuser und die edlen Geschäfte, wo die elegantesten Pariser und Pariserinnen einkaufen, sind in der rue de Faubourg St-Honore und der avenue Montaigne. Hier im Marais-Viertel liegt auch ein schönes jüdisches Viertel. In der rue des Rosiers findet man in den Bäckereien und Restaurants leckere koschere Delikatessen. Die Gegend um die rue Vielle du Temple ist die Gay-Community zuhause, mit Schwulenbars und Restaurants. Das Centre George Pompidou mit dem Museum für moderne Kunst, bei seinem Bau von den Pariser verspottet und danach um so mehr heiß geliebt, sollte man auf keinen Fall bei einem Parisbesuch auslassen. Auch der Platz davor ist immer sehr lebhaft und interessant.
Sehenswürdigkeiten des 4. Arrondissements
Hotel-de-Ville (Rathaus); Centre Pompidou; Tour Saint Jacques; Colonne de Juillet (Juli-Säule); jüdisches Viertel;
Place des Vosges; das Haus von Victor Hugo; Ile de la Cite (Notre Dame); Ile de St-Louis; Pont St-Louis;
8. Arrondissement
- Triumphbogen, Champs-Elysees -
Hier befindet sich der Sitz des Staatspräsidenten (Palais d’Élysée) und die Prachtstraße ‚Les Champs Élysées’ mit einem prächtigen Blick vom Arc de Triomphe zum Place de la Concorde mit dem Obelisken. Am Arc de Triomphe laufen 12 große Avenues radial in Form eines Sterns zusammen. Bis zum 17. Jh. bestand das 8. Arrondissement aus Feldern.
Die Champs-Elysees wurden von Maria Medici initiiert und sie wurde sehr schnell zu einer Mode-Promenade. Die Adligen verließen das mehr und mehr unattraktiv gewordene Marais-Viertel und bauten ihre Paläste in der Nähe der Champs-Elysees um näher an dem aktuellen Geschehen zu sein. Es folgten Theater, Boutiquen und edle Restaurants. Das obere Ende der Straße wählte Napoleon als Platz für seinen Triumphbogen, Arc de Triomphe de l’Etoile. In der Nähe entstanden das Grand Palais und Petit Palais (Museen).
Um die Champs Elysées herum ist heute mit die teuerste Gegend von Paris: Lagerfeld, YSL, Lacroix…, Restaurants, Fastfood-Ketten, Kinos, das Lido und das Touristenbüro (!). Die (linken) Seitenstraße der Champs Elysées, der Avenue Montaigne, der Avenue Marceau und der Avenue Montaigne sind die ‚Luxuseinkaufsmeilen’ der “Haute Couture” wie Valentino, Dior, Nina Ricci und andere. Dieses setzt sich in der Rue de Faubourg St-Honore fort (rechte Champs-Élysées-Seite). Gourmets stürmen den edlen Delikatessenladen Fauchon, nostalgische Touristen pilgern in das (nur) ehemals legendäre Restaurant Maxim’s. Die Madeleine Kirche (Place de la Madeleine) wurde 1806 von Napoleon im Andenken an seine Armee gebaut.
Sehenswürdigkeiten des 8. Arrondissements
Elysée-Palast (Rue du Faubourg-Saint-Honore); Arc de Triomphe (Triumphbogen); Place de l’Etoile; Champs Elysées;
Place de la Concorde (Obelisk); Petit und Grand Palais (für die Weltausstellung 1900 errichtet); Madeleine Kirche;
Pont d’Alexander III. (Brücke)
9. Arrondissement
- Opéra Garnier und Kaufhäuser Galéries Lafayette + Printemps -
Die Opéra Garnier, vom Architekten Garnier gebaut, sowie die beiden großen Kaufhäuser, das Printemps mit der gigantischen Belle Epoque-Glaskuppel und die Galéries Lafayette sind DIE ‚Attraktionen’ dieses Stadtviertels.
Die von Baron Haussman angelegten Grands Boulevards führen von der Oper, wo in der Belle Epoque das “Zentrum” von Paris war, zum Place de la République. An den Boulevards liegen heute die Kaufhäuser (s.o.), Kinos und Cafes.
Sehenswürdigkeiten des 9. Arrondissements
Opéra Garnier (1875); Les Galéries Lafayette; Le Printemps; Pigalle; Moulin Rouge
10. Arrondissement
- Nord- und Ostbahnhof -
Touristisch interessant für Parisbesucher ist das 10.Arrondissement wegen seiner beiden Bahnhöfe, der Gare de l’Est (TGV Richtung Süden/ Süd-Mitteldeutschland) und der Gare du Nord (Thalys, Richtung Norden und Westen). Darüber hinaus erwähnenswert ist Brasserie FLO und die Jugendstil-Brasserie JULIEN. Ein kürzlich renoviertes, attraktives Viertel ist der Bereich entlang des Kanal Saint Martin, nett zum Spazieren gehen und entspannen!
Sehenswürdigkeiten des 10. Arrondissements
Gare de l’Est; Gare du Nord; Canal St-Martin; Place de la Republique
11. Arrondissement
- Pariser Oper Bastille -
Das Bastille-Viertel hat seine historische Bedeutung durch den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789. Napoleon hat die Reste des Gefängnisses vom Place de la Bastille entfernen lassen, um zu verhindern, dass die Trümmer dieses Symbols des Absolutismus den Parisern Anregung zu neuen “Aufständen” geben könnte. Das einst von Schreinern und vom Möbelhandwerk geprägte Bastille-Viertel vollzog einen Wandel zum Boheme- und Yuppie-Viertel: Designerboutiquen, Hinterhofateliers, Restaurants, Bars etc.. Heute ist man ‚branché’, wenn sich Besitzer eines der von den Handwerkern aufgegebenen Glasdachateliers und in Lofts umgebaute Wohnungen nennen darf. Modedesigner kreierten einen “Look Bastille”, an der Bastille auszugehen und im 11. Arrondissement zu leben war eine Lebensseinstellung; zeitweise wurde das Viertel als “das neue St. Germain” oder “Montmartre” bezeichnet. Hier wird es erst ab 22h recht: rue de Lappe, rue Oberkampf, rue Menilmoment (trendige Bars, interessante Restaurants, Galerien etc.)
Sehenswürdigkeiten des 11. Arrondissements
Bastille; interessantes Nachtleben (Bastille-Viertel)
12. Arrondissement
- Gare de Lyon, Bercy, Park von Vincennes -
Das Viertel liegt zwischen Bastille und dem Gare de Lyon. Es wird durch einige eindurcksvolle Baudenkmäler der zeitgenössischen Architektur geprägt: z.B. dem Ministère de l’Economie et des Financen. Bis in die 50er Jahre war dieser Quartier das Zentrum der Weinhändler und eine einst ruhige Wohngegend. Dies änderte sich 1995 mit der Eröffnung des Viaduc des Arts sowie der zahlreichen neuen Läden, Ateliers und Gallerien in der rue du Faubourg St-Antoine sowie die Hinterhöfe, Passagen, die neuen Restaurants und der multi-ethnische Straßenmarkt auf dem Place d’Aligre.
Die Opera Bastille liegt am Rand zum 11. Der Place de la Nation auf dem während der Revolution 1300 Adelige hingerichtet wurden gilt als Rotlichtviertel. In dem Glaspalast im Bercy Viertel, dem Palais Omnissports de Paris-Bercy finden u.a. Rock- u. Popkonzerte statt. Der Bois Vincennes ist eine der größten Parkanlagen von Paris.
Sehenswürdigkeiten des 12. Arrondissements
Opéra Bastille; Ministere de l’Economie et des Finances: Viaduc des Arts; Place d’Aligre; Place de la Nation;
Musee des Arts d’Afrique et d’Oceanie; Bois de Vincennes
16. Arrondissement
- Trocadero, Bois de Boulogne -
Zusammen mit dem 17. ist das 16. Arrondissement eines der besten Wohnadressen in Paris (Bois de Bologne).
Die zusammengewachsenen, ehemals sehr kleinen Dörfer Auteuil, Passy und Chaillot sind jetzt das vornehme und ruhige Wohnquartier, in dem früher der Adel, heute viele Botschaften und die Upperclass aus Politik, Kultur und Öffentlichkeit, Ölmagnaten und Mulimillionäre hinter videoüberwachten Eingängen und wartenden Chauffeurlimousinen residieren.
Architektonisch sind die Viertel Auteuil und Passy äußerst interessant, insbesondere die beeindruckende Häuserfassaden im Art-deco- und Jugendstil. In diesem Arrondissement finden sich so prächtige Boulevards wie die Avenue d’Iena, Avenue Foch und die Avenue Victor Hugo, mit edlen Geschäften, sowie der Park Bois de Bologne. Das 16. beherbergt fast die Hälfte der bedeutender Museen von Paris. Im Palais de Chaillot gibt es das Musée du Cinema, Musée de la Marine, Musée de l’Homme (Anthropologie, Ethnologie und Vorgeschichte) und das Musée des Monuments (Großbauten u. Skulpturen bis zum 19.Jh.) und die Cinématheque Francais. Das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris am Place de Tokyo beherbergt eine bedeutende Sammlung der Kunst des 20.Jh. und das Musée Marmottan eine herausragende Sammlung von Impressionisten, insbesondere von Monet.
Sehenswürdigkeiten des 16. Arrondissements
Bois de Boulogne; Jardin d’Acclimitation; Musee Marmottan; Musee d’Art Moderne de la Ville de Paris;
Musee de l’Homme; Palais de Chaillot; Palais de Tokyo; Trocadero; Freiheitsstatue von Bartholdi
17. Arrondissement
- Palais des Congrès -
Das schöne, ruhige, gehobene Wohnviertel Village Batignolles mit netten Läden, Kinos, etc. bietet wenig touristisch Interessantes. Sehenswert ist der schöne, ruhige Park Monceau mit seinem bekannten schmiedeeisernes Tor, künstlichen Ruinen und Statuen berühmter Künstler wie Chopin, Maupassant oder Musset.
Sehenswürdigkeiten des 17. Arrondissements
Parc Monceau ; Palais des Congres
18. Arrondissement
- Montmartre, Sacre Coeur -
Mit einer fantastischen Aussicht vom Butte Montmartre, dem Hügel von Montmartre, und der Kirche Sacre-Coeur gehört dieses Quartier zu den Pflichtstationen eines Paris-Besuchs – was leider Busladungen von Touristen und leider (heutzutage) nur zweitklassige Portraitmaler am Fuße des Montmartre zur Folge hat. Anfang des 20. Jh. hatte das Viertel mit seinen charmanten kleinen Gässchen seine beste Zeit. Bekannt wurde es durch die vielen Künstler, die sich hier trafen, aus diesem aber wegen der hohen Mieten weggezogen sind. In Montmartre-Viertel haben Picasso (Museum) und Braque den Kubismus kreiert und HIER wurde wohl die moderne Kunst geboren.
Historisch: Das Viertel hatte mit dem von zwielichtigen Gestalten der Unterwelt besuchten Boulevard de Clichy und dem Boulevard de Rochechouart einen verruchten Ruf. Die Kabaretts und das großstädtischen Lebens der Belle Epoque, prägten das Viertel. Der Maler Toulouse-Lautrec hat dies in seinen Bildern u.a. vom Moulin Rouge festgehalten.
Abseits der touristischen Ecken lassen sich in diesem Viertel aber noch malerische Ecken finden. Sehr interessant insbesondere der Friedhof Cimétiere Montmartre. Hier finden sich die Gräber von Alexander Dumas, Stendal, Foucoult, Francois Trouffault, Zola, Degas u.a. Eine weithin unbekannte und unbeachtete Attraktion von Montmartre ist sein Weinberg hinter Sacre Coeur und dem Place du Tertre, Le Clos Montmarte.
Sehenswürdigkeiten des 18. Arrondissements
Sacre-Coeur; Montmartre; Cimètiere Montmartre; Moulin Rouge; Le Clos Montmartre;
Marché aux Puces St-Ouen (Paris größter Flohmarkt)
19. Arrondissement
- Parc de la Villette -
Das 19., touristisch wenig interessante Arrondissement, ist hauptsächlich ein Arbeiterquartier, das erst 1860 ein Teil von Paris wurde. Erwähnenswert ist allerdings der von Napoleon III. aufwendig angelegten Parc des Buttes Chaumont, ein schöner Park zwischen modernen Hochhäusern und landhausartigen Villen, sowie der Parc de la Villette.
Statt des nicht realisierten Großprojekts “Schlachthof” aus den 70er Jahren wurde der Parc de la Villette als grandiose “Wissenschaftsstadt” geschaffen. Darin die Cité de Sciences et de l’Industrie, ideal für eine Entdeckungsreise in die Welt der Wissenschaft und Technik, ein Wissenschafts- und Technik-Museum mit den beeindruckenden Kinos Géode und Le Cinaxe und der Konzerthalle Zenit, ein zeltartiger Bau, 1984 eingeweiht, in dem Variete- und Rockveranstaltungen stattfinden. Zum Parc de la Villette gelangen Sie unter anderem mit einem Boot über den Canal Saint Martin vom Place de la Bastille aus, zunächst unterirdisch und dann durch verschiedene Schleusen, vorbei an Dreh- und Hebebrücken, interessant!
Sehenswürdigkeiten des 19. Arrondissements
Les Buttes Chaumont; Parc de la Villette; Canal Saint Martin
20. Arrondissement
- Friedhof Pere Lachaise -
In diesem Arbeiterviertel – Belleville im Norden/ Menilmontant im Süden – wohnen viele Immigranten aus Griechenland, Nordafrika, Russland und Asien. Hier ist auch “das junge Paris” mit Cafes und Clubs anzutreffen. Pilgerstätte in Menilmontan ist Grab des Sängers der Doors, Jim Morrison, auf dem meist besuchten Friedhof von Paris, dem sehr sehenswerten Cimetiere du Père Lachaise – im 17. Jh schenkte Ludwig XIV seinem Beichtvater Père la Chaise dieses Stück Land auf dem Hügel Menilmontant . Unter anderem liegen hier Balzac, Colette, Molière, Proust, Gertrude Stein, Edith Piaf und Oscar Wilde begraben.
Sehenswürdigkeiten des 20. Arrondissements
Cimètiere du Père Lachaise; Menilmontant-Viertel; Parc de Belleville
- Rive Gauche -
5. Arrondissement
- Quartier Latin -
Das Quartier Latin ist das berühmte Intellektuellen Viertel am linken Seineufer. Mit diesem Viertel verbindet man das junge, intelligente Leben von Paris, Künstler, Schriftsteller, Dichter, und das Boheme-Leben. Der Name: Im Mittelalter kamen die Studenten an die Sorbonne um hier zu studieren. Da Professoren und Studenten früher nur lateinisch sprachen wurde es Quartier Latin genannt. Mit der Sorbonne erlebte das Viertel im Mittelalter auch als geistiges Zentrum von Paris seine Blütezeit. Die Mieten im Quartier Latin sind heute so hoch, dass es sich Studenten kaum noch leisten können, hier zu wohnen – inzwischen ist das Viertel recht touristisch bevölkert – aber immer noch sehr interessant. Hier gibt es pittoreske Gassen, Buchläden, Cafes, Bars, Verlage, Jazzlokale, Diskos, Kneipen und Restaurants…
Das 5. Arrondissement befindet sich auf dem ehemaligen Gebiet einer Siedlung aus der gallo-römischen Zeit. Den Verlauf der alten römischen Straße zeigt in groben Zügen die Rue St-Jaques. Es sind heute nur wenige Baudenkmäler aus dieser Zeit erhalten: das Amphie-Theater Arènes de Lutèce und die Thermes de Cluny, die römische Badeanlage.
Sehr beliebt bei Parisreisenden ist auch die rue Mouffetard, eine durch den lebhaften Straßenmarkt sehr bunte und schöne Straße. Hier gibt es neben Lebensmitteln, Obst und Gemüse auch interessante Klamottenläden, kleine Cafes – und natürlich eine bunte Vielfalt ebenso interessanter Leute auf der Straße. Markt ist auf der rue Mouffetard von Dienstag bis Sonntag von 8 Uhr morgens bis 13 h.
Das Pantheon war früher eine Kirche und ist jetzt eine “nationale Ruhmeshalle” bzw. -gruft. Hier sind viele berühmte Franzosen bestattet: Rousseau, Voltaire, Emile Zola.
Vom Dach des Institute du Monde Arabe genießt man einen sensationellen Blick auf Notre Dame!
Sehenswürdigkeiten des 5.Arrondissements
Quartier Latin; Sorbonne; Place de la Sorbonne; College de France; Pantheon; Boulevard Saint-Michel; Place St-Michel; Arene de Lutece; Cluny Museum; Jardin des Plantes; Museum Mational d’Historie Naturelle; Institut du Monde Arabe;
rue Mouffetard; La Mosquee de Paris (z.B. für ein türkisches Bad);
6. Arrondissement
- Sorbonne, Jardin du Luxembourg -
Das 6. Arrondissement ist eine Art Fortsetzung vom Quartier Latin – nur viel schicker. Das Viertel zieht sich von der Seine bis zum geschäftigen Boulevard von Montparnasse. Das Viertel gilt als das Wissenschafts- und Kulturviertel.
St. Germain des Près ist das ehem. legendäre Kunst- und Literatenviertel, das in den 20er Jahren seinen Höhepunkt hatte und insbes. 1968 im Blickpunkt der gesellschaftspolitischen Ereignisse stand. Hier finden sich jetzt edle Cafes, Restaurants, Boutiquen, Buchhandlungen, Antiquariate, Galerien. “People-Watching” auf dem Boulevard St-Germain auf dem die intellektuelle Elite der 50er Jahre Ihre Nächte verbracht hat. Z.B. in den beiden legendären und nicht ganz billigen Cafes, dem Café de Flore und dem Les Deux Magots sitzen viele und schauen den Vorbeiziehenden zu. Die Kirche St. Germain de Près ist die älteste in Paris. In der Rue Bonaparte 47 kaufte sich Sartre eine Wohnung. Picasso lebte von 1937-47 in der Rue des Grands-Augustins. In dem Palais du Luxembourg, das um 1620 für Marie de Medici, die Witwe von Henri IV, gebaut wurde, sitzt heute der französische Senat. Der Jardin du Luxembourg, ein beliebter Treffpunkt auch von Studenten, eignet sich sehr gut dazu, um nachmittags hier in der Sonne etwas zu relaxen.
Sehenswürdigkeiten des 6. Arrondissements
St. Germain des Près; Eglise St-Germain-des-Près; Cafe de Flore; Les Deux Magots; Cafe Procope; Brasserie Lipp;
Institut de France; Academie Francaise; École des Beaux Arts (Kunstakademie); Saint-Sulpice; Palais du Luxembourg;
Jardin du Luxembourg; Bouquinisten (le bouquin – das Büchlein/ … verkaufen an der Seine Bücher)
7. Arrondissement
- Eiffelturm, Champs de Mars, Invalidendom -
Das 7. ist das Ministerienviertel, ein sehr edles, ja vielleicht das beste Pariser Wohnviertel. Ein “beau quartier” – schon seit dem 18. Jh., als sich die aus Versailles geflohenen Blaublütigen hier mit Ihren Familien ansiedelten. Hier wohnen alte und junge etablierte Pariser in sehr schickem Milieu und zahlen horrende Mieten. Der Premierminister residiert im Hôtel de Matignon in der Rue de Varenne. Viele Botschaften und Verwaltungssitze (Palais Bourbon/ Sitz der Assemblee Nationale; Hauptquartier der UNESCO), sowie edle Geschäfte und kleine schöne Hotels. Sehenswert vor allem der Eiffelturm, der Invalidendom, das Musée Rodin und das Musée d’Orsay.
Sehenswürdigkeiten des 7. Arrondissements
Eiffelturm; Hotel des Invalides/ Invalidendom (Napoleons letzte (!) Ruhestätte); Ecole Militaire; Marsfeld Champ de Mars; Palais Bourbon; Rodin Museum; Musée d’Orsay; Pont Alexander III
13. Arrondissement
- Place de l’Italie -
Dieses Viertel war früher für Besucher als Arbeiterviertel mit hohem Immigrantenanteil wenig interessant.
Heute entwickelt sich das charmante Viertel Butte-aux-Cailles, indem es schien, als sei die Zeit seit 50 Jahren stehen geblieben, allmählich zum Trend-Set Quartier für Künstler und Intellektuelle. Nicht nur architektonisch herausragend ist die neue Nationalbibliothek, Bibliothèque de France, mit der sich Präsident Mitterand ein Denkmal setzen wollte. Die neue Bibliothèque de France (1996) liegt auf einem 60.000 m² großen rechteckigen Areal mit einem 12.000 m² großer Garten. Die vier Ecken des Gebäudes weisen je einen 79 m hohen Turm mit einer durchgehenden Glasfront auf. Die Türme sind
L-förmig und symbolisieren ein aufgeschlagenes Buch.
In der Gegend um den modernen Place d’Italie liegt das ‚Little Chinatown/Quartier Chinois’ von Paris mit ca. 35.000 Bewohnern chinesischer, vietnamesischer und kambotschanischer Herkunft, und entsprechend einer Vielzahl von kulinarisch sehr interessanten Restaurants und Geschäften.
Historisch entstand das 13 Arrondissement entstand durch die Erweiterung von Paris auf die einstigen Dörfer Gentilly, Bicetre, Ivry. Interessant ist die Salpetrie, das Gebäude war unter Ludwig XIII Lagerhaus, unter Ludwig XIV. Armenasyl und ist heute Uniklinik. Berühmt ist das Viertel auch für die Teppichweberei, die Manufacture des Gobelins. Architektonisch interessant ist neben der neuen Nationalbibliothek auch die Cité Universitaire und das Hauptquartier der Heilsarmee von Le Corbusier
Sehenswürdigkeiten des 13. Arrondissements
Bibliothèque de France; Chinatown/Quartier Chinois; Gare d’Austerlitz; Place d’Italie; la Butte-aux-Cailles;
Cité Universitaire; Hauptquartier der Heilsarmee von Le Corbusier; Salpetrie; Manufacture des Gobelins
14. Arrondissement
- Montpartnasse -
Montparnasse wurde noch bis ins 19. Jh. landwirtschaftlich genutzt. Zu Beginn des 20. Jh. herrschte hier dörfliche Ruhe. Ausgrabungen haben Reste einer römischen Straße zu Tage gebracht. Durch das 14. Arrondissement führte die Pilgerroute nach Compostella. Das Observatorium aus der Zeit Ludwigs XIV ist das in Frankreich älteste. Das Kloster Port-Royale, dessen Reste heute in die Räume eines Krankenhauses integriert sind, prägte einst eine ganze Generation von Philosophen.
In den 20er und 30er Jahren jedoch wurde das Viertel künstlerisch sehr interessant. Ähnlich wie das Quartier Latin wurde es zum Treffpunkt vieler Künstler und Intellektueller, die von dem zunehmend touristischen Montmartre wegzogen und sich in Montparnasse niederließen. Hier wohnten und arbeiteten Chagall, Modigliani und Vlaminck.
Die Cafés La Coupole, Le Select, La Dome und La Rotunde waren in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen das Zentrum des literatischen und künstlerischen Lebens von Paris. In dem Viertel war ebenfalls die Tänzerin Isadora Duncan zu Hause. Edith Piaf trat in der Bobino Music Hall öfters auf. Später wurde das Viertel Opfer einer wenig geschickten Stadtentwicklung. Die Häuser wichen modernen Neubauten und das Viertel hat viel von seinem Charme verloren.
Auf dem Boulevard Montparnasse, mit vielen Kinos, Bars, Kneipen und Fastfoodbuden herrscht nachts ein reges Treiben. Im 14. sind auch die Katakomben (les Catacombs) sehr sehenswert, ein Tunnelsystem 20 m unter der Erde.
Legendär und eine große Sehenswürdigkeit ist der Friedhof, Cimetiere Montparnasse, mit Gräbern vieler berühmter Persönlichkeiten wie Simon de Beauvoir und Jean Paul Sartre.
Neu im 14. und 15. Arrondissement ist die erste Pariser Tram, die umweltfreundlich und verkehrsberuhigend (zunächst) einen Abschnitt von 8 km des öffentlichen Bus-Ring (la ceinture) um Paris ersetzt.
Für Geschäftsleute: Messe Porte de Versailles (Metro 12/ Porte de Versailles)
Sehenswürdigkeiten des 14. Arrondissements
Montparnasse; Cimetiere de Montparnasse; Boulevard Montparnasse; Katakomben, Pariser Messe Porte de Versailles
15. Arrondissement
- Messe Porte de Versailles -
Das ruhige Viertel bietet außer dem Institut Pasteur mit Museum und dem Tour Montparnasse wenig touristisch Interessantes. Hauptsächlich Wohnviertel der Mittelklasse. Es ist mit über 200.000 Einwohnern und ca. 900 ha Fläche das größte Arrondissement in Paris. Ganz nett ist der Teil der rue Vaugirard, der längsten Straße von Paris, der im Viertel des alten Dorfes Vaugirard liegt. Der mit 209m höchste Wolkenkratzer von Paris, der Tour Montparnasse, war anfangs umstritten, gehört aber inzwischen zum Stadtbild und bietet einen außergewöhnlichen Rundblick über Paris. Besonders abends, bei angestrahlten Bauwerken ist der Blick von hier phänomenal.
Sehenswürdigkeiten des 15. Arrondissements im Kurzüberblick
Vaurigard; Tour Montparnasse; Markt Javel
Quellen:
- le guide du routard 2008
- petit larousse 2005
- parisinfo.de
(Texte überarbeitet von Mistral-Voyages/ 11.2009)